Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Szene Rheinland

Die Ausstellungsreihe „Szene Rheinland" widmet sich der vielfältigen und lebendigen zeitgenössischen Kunst im Rheinland. Die Ausstellungen bieten einzelnen Künstlern Gelegenheit, ihre Werke zu zeigen. Sie sind keine Retrospektiven, sondern präsentieren "work in progress". Zu sehen sind ausschließlich Arbeiten der letzten Jahre.
Zu jeder Ausstellung erscheint ein Katalog; das Begleitprogramm bietet Werkgespräche mit dem jeweiligen Künstler oder der Künstlerin.

 

 

Manfred Vogel
Agape 

23. Januar bis 24. März 2014

 

Die Ausstellung umfasst den Zyklus, den Manfred Vogel kurz vor seinem plötzlichen Tod 2008 vollendete. Von 2000 bis 2008 entstand eine Serie von meist großformatigen Gemälden, die der Künstler mit dem christlichen Terminus für die göttliche Liebe "Agape" betitelte. Der Zyklus behandelt im weitesten Sinne biblische Themen, ohne dass diese gleich in den Werken offenbart werden.
Mit diesem bemerkenswerten, urchristlichen Titel gewinnen die Bilder jedoch eine besondere Bedeutung, die für die Interpretation von Vogels Gesamtwerk bedeutsam ist. Die Ausstellung sowie der Katalog entstanden in Zusammenarbeit mit dem Museum Abtei Liesborn und dem Ludwig Museum Koblenz

 

Claudia Desgranges

10. April 2014 - 1. Juni 2014

 

Farbe: mit dem Auge wahrnehmbare Erscheinungsweise der Dinge, die auf der verschiedenartigen Reflexion und Absorption von Licht beruht.
Was der Duden so technisch definiert, wird in der Malerei von Claudia Desgranges zu weit mehr als einer lichtbedingten visuellen Wahrnehmung. Die Ausstellung von Claudia Desgranges ist ein Erlebnis von und mit Farbe. In den Arbeiten auf Aluminium, Leinwand, Papier und in Projektionen und Filmen tritt Farbe als Ereignis und Erfahrung in den Dialog mit dem Besucher. Sie verbindet sich mit dem Ort und den Momenten des Betrachtens. 
Im Pinselstrich, in Tropfen, Schichten und Verläufen ist Farbe Ausdruck von Bewegung und Spur von Zeit. Pastoser und hauchdünner Auftrag, die Anordnung von verschiedenen Farben zueinander und auf dem Bildträger, Schichtungen und freigelassene Stellen machen die Farben zu Präsenzen im Raum. Die Malerei von Claudia Desgranges ist daher immer auch ortsbezogen: auch für die Räume des LVR-LandesMuseums entstehen zur Ausstellung neue Arbeiten der Künstlerin.


Oliver Jordan
Hochzeit des Lichts - Eine Hommage an Albert Camus

19.Juni – 14. September 2014

 

Angeregt durch seine in Paris geborene französische Ehefrau Héléna, setzt sich Oliver Jordan bereits seit über 30 Jahren malerisch mit Albert Camus und dessen Texten, insbesondere mit der Hochzeit des Lichtes und mit der Heimkehr nach Tipasa auseinander. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, aus Anlass des 100. Geburtstages von Albert Camus, ein Einzelausstellungsprojekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Marseille/Provence 2013 in Kooperation mit dem LVR-LandesMuseum 2014 in Bonn zu organisieren. Gezeigt werden unter anderem großformatige Ölbilder auf Leinwand und Pappe in der expressiv gestalterischen Stilistik von Oliver Jordan, die sich mit den Orten auseinander setzen, die Camus selbst gesehen hat und sich mit seiner Gestalt in Portraits und Aneignungen beschäftigen.

 

Rene Böll
Cilliní – Kinderfriedhöfe

2. Oktober 2014 – 5.Januar 2015

 

Rene Böll besuchte in seiner Kindheit jeden Sommer viele Monate lang die Achill Island in Irland. Er lernte dort Friedhöfe, sogenannte Cilliní kennen, auf denen ungetaufte Kinder und Totgeburten anonym nachts begraben wurden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden auch tote Soldaten, die die Flut angeschwemmt hatte, hier beerdigt, da nicht bekannt war, welcher Religion sie angehörten und sie deshalb nicht auf den katholischen Friedhöfen beigesetzt werden durften. Diese besonderen Friedhöfe waren tabu und wurden niemals erwähnt, obgleich sie im Bewusstsein der Menschen immer präsent waren. Rene Böll setzt sich seit vielen Jahren mit diesen verlassenen Orten auseinander, in Fotografien und Ölbildern, in denen er der besonderen Atmosphäre der Orte nachspürt. Er möchte den Kindern und anonym Bestatteten dort mit seinen Bildern gleichsam ein Denkmal setzen und sie in die Erinnerung zurückholen. Die Arbeiten entstehen seit mehreren Jahren und sind in der ihm eigenen klassischen Maltechnik mit besonderen Pigmenten und Malmaterialien hergestellt.


 

Ulrich Wagner
Ortsgedächtnis - Gedächtnis der Orte

Der Kölner Künstler Ulrich Wagner, Preisträger des Leo Breuer-Preises des LVR und Inhaber des Kritikerpreises 2009 schafft seit vielen Jahren begehbare Lichträume, gebaut aus handgeschöpftem Papier.

Für diesen Lichtraum hat sich Ulrich Wagner mit den Orten, Architekturen und Strukturen des Nationalsozialismus im Rheinland auseinandergesetzt. Dabei hat er die Ergebnisse monatelanger Recherchen auf der Basis von Interviews, Akten, Gebäudegrundrissen, Lageplänen und Aufzeichnungen verarbeitet. Ein gleichzeitig entstandener Film unter der Regie des mehrfachen Grimmepreisträgers Frieder Wagner dokumentiert die Entstehung der Rauminstallation.

Als nachdenklicher Grenzgang bereichert Ulrich Wagners Arbeit den Bereich Macht und Mächte des LVR-LandesMuseums, der an vielen Beispielen das Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft thematisiert.