Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr
am 31. Mai geschlossen !

Vorschau

 

 

 

Krim - Goldene Insel im Schwarzen Meer
Griechen - Skythen - Goten


In Kooperation mit dem Archäologischen Institut der Ukrainischen Akademie der Wissenschaft in Simferopol und er Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


4. Juli 2013 bis 19. Januar 2014 
 

 

Wer kennt nicht aus seiner Schulzeit das Drama "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe ? Taurer hieß vermutlich jenes reiternomadische Volk, das die Krim vor Ankunft der Griechen im 5. Jahrhundert v.Chr. besiedelte. Griechische Städte wie Chersonnes bei Sewastopol im Westen und Pantikapaion, das heutige Kerch ganz im Osten, entstanden entlang der Südküste der Krim. Während Chersonnes über die Jahrhunderte eine klassisch griechische Stadt blieb, wurde Pantikapaion die Hauptstadt des Bosporanischen Reiches, das griechische und reiternomadische Lebensweise verband. Am Endpunkt des eurasischen Steppengürtels gelegen, der sich bis zum Altaigebirge in der Mongolei ertstreckt, war die Krim über viele Jahrhunderte eine einzigartige kulturelle Drehscheibe zwischen Asien und den Hochkulturen des Mittelmeerraumes.

Goldener Stirnreif


Das Spannungsfeld zwischen den städtischen Zentren an der Küste und den reiternomadischen Völkern steht im zentrum der Ausstellung. Es ist Grundlage für einen kulturellen Reichtum, der sich nicht allein in zahlreichen kunstvollen Goldarbeiten niederschlägt, sondern das ganze Spektrum griechischer Architektur, Skulptur, Keramik bis hin zu reiternomadischen Kurgan (Grabhügel-) Bestattungen und nur hier erhaltenem Mobiliar entdeckt. Singuläre Zeugnisse der großräumigen Beziehungen der Völker auf der Krim sind chinesische Lackkästchen aus dem Gräberfeld von Ust´Alma, die derzeit in Japan mit enormem Aufwand restauriert und in Bonn erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Marmorskulpturenfragment



Dem LVR-LandesMuseum Bonn ist es gelungen, die bedeutendsten Museen auf der Krim für dieses Projekt zu gewinnen. Zahlreiche Objekte werden das erste Mal außerhalb der Ukraine gezeigt.

 

 

1914 - Welt in Farbe

Farbfotografie vor dem Krieg

24. September 2013 bis 23. März 2014

 

Im Rahmen des Themenjahrs 2014 widmet sich das LVR-LandesMuseum in Bonn der Macht der Bilder. Im Zentrum stehen die bislang fast vergessenen Farbfotografien und Filme des französischen Bankiers Albert Kahn. Er beauftrage in einer Zeit, als die Nationalstaaten Europas bereits ideologisch zum Großen Weltkrieg rüsteten, zahlreiche Fotografen, um mit Bildern aus aller Welt ein planetarisches Bildarchiv aufzubauen. Es entstanden über 70.000 Farbbildaufnahmen, die einen immensen ethnografischen Schatz darstellen und zugleich eine Friedensmission erfüllen sollten: Die Fremde in die Nähe zu holen und den Menschen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, das sollte den Frieden sichern helfen.

Foto zeigt Frau in der Mongolei

Stéphane Passet für Albert Kahn, Mongolei 1913 (Mus. Albert Kahn). 

 

 

Diese große Medienutopie des mit vielen Berühmtheiten seiner Zeit verkehrenden Albert Kahn in den Kontext seiner Zeit zu stellen, sie mit vergleichbaren Unternehmungen, aber auch mit Beispielen ideologisierender und manipulierender Bildpragmatik zu konfrontieren, ist das Ziel der Ausstellung. So wird die Macht der Bilder als ein Widerstreit verstanden: Am Vorabend des Ersten Weltkrieges hat sich die fotografische Farbenpracht im Dienste der Völkerverständigung und weltweiten wissenschaftlichen Kommunikation mit dem nationalistischen und imperialen „Krieg der Bilder" zu messen - und muss sich (vorerst?) geschlagen geben.

Die Ausstellung wird gefördert durch die kunststiftung nrw


Menschen in Irland 1913


Marguerite Mespoulet für Albert Kahn, Irland 1913 (Mus. Albert Kahn)

 

 

Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes


Ein Forschungsprojekt des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, des Instituts für Archäologische Wissenschaften der Universität Frankfurt und des LVR-LandesMuseums Bonn

 

Fachtagung und Austellung Mitte 2014

 

 

Porträts und Statuen aus Bronze wurden in großer Zahl vor allem für die Person des Kaisers und seiner Familie in den römischen Militärlagern und Zivilsiedlungen entlang des Limes aufgestellt. Aber auch aus dem kultischen Bereich muss es bronzene Standbilder in ansehnlichen Dimensionen gegeben haben.
Diese als „Großbronzen" bezeichneten, oft überlebensgroßen rundplastischen Bildnisse römischer Herrscher und Götter stellen – wenngleich zumeist nur fragmentarisch erhalten – eine der bedeutendsten Fundgruppen aus den römischen Provinzen nördlich der Alpen dar. Umso erstaunlicher ist es, dass diese noch nie systematisch zusammengestellt wurden und bis heute zu großen Teilen als „vergessene Altbestände" in den Magazinen der Museen lagern.
Im Forschungsprojekt „Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes"
werden diese wichtigen Stücke nun aufgearbeitet, um sie der Forschung, aber auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der archäologisch-historische und archäometrische sowie restauratorische Untersuchungsmethoden kombiniert. Neben der Rekonstruktion der ursprünglichen Statuen, ihrer Aufstellungsorte und Funktionen stehen auch Fragen zu herstellungstechnischen und materialkundlichen Aspekten im Zentrum des Interesses. Mittels modernster archäometrischer Verfahren können Aussagen zur komplexen Bronzeindustrie der Römer, aber auch zum „Schicksal" der Bildnisse nach Machtablösungen oder gewaltsamen Überfällen auf die Limeskastelle rekonstruiert werden. Die Forschungen zur statuarischen Repräsentation nördlich der Alpen und ihrer Besonderheiten gegenüber den in griechisch-römischer Tradition stehenden Regionen Italiens und am Mittelmeer werden so in entscheidendem Maße weitergeführt.
Eine große Anzahl von Museen, Universitäten und spezialisierten Forschungsinstituten sind in das Projekt eingebunden, welches durch die VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative „Forschung in Museen" unterstützt wird.


 

Römischer Bronzekopf eines Kaisers



Bronzekopf von Kaiser Gordian III. und Röntgenbild

Zum Abschluss Mitte 2014 ist eine internationale Fachtagung in Bonn geplant. Der breiten Öffentlichkeit werden die Originalfunde und die Untersuchungsergebnisse zeitgleich in einer gemeinsamen Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, des Museum Het Valkhof Nijmegen und des LVR-LandesMuseums Bonn präsentiert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.grossbronzenamlimes.de