Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn

 

 

 

Öffnungszeiten:

Di., Do., Fr. und Sa.:
10.00 - 18.00 Uhr
Mi.: 10.00 - 21.00 Uhr
So.: 10.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr

Vorschau

 

Konrad Rufus Müller. LICHT GESTALTEN - Fotografien von 1960 - 2010

23. März 2010 bis 30. Mai 2010

 

Plakat zur Ausstellung mit Schwarz/Weiß-Fotografien von Konrad Rufus Mueller

 

Als einziger Fotograf hatte er alle Kanzler der Bundesrepublik Deutschland vor der Kamera - von Konrad Adenauer bis Angela Merkel. Er unterscheidet sich jedoch von vielen Chronisten der Macht durch die künstlerische und handwerkliche Qualität seiner Fotografien: Konrad Rufus Müller arbeitet grundsätzlich schwarz/weiß, ohne zusätzliche Beleuchtung und entwickelt jedes Bild selbst. Die Ausstellung zeigt Konrad Rufus Müller nicht nur als Kanzlerfotograf, sondern macht darüber hinaus mit den anderen Aspekten seines Werkes bekannt, den gleichermaßen brillanten Porträts von "einfachen" Leuten etwa, oder auch seltsam entrückten Stillleben.

Konrad Rufus Müller wird am 22. März 1940 in Berlin-Wilmersdorf geboren. Seine Kindheit ist geprägt durch Kriegs- und Nachkriegserlebnisse wie die Berlin-Blockade 1947/48 und durch jesuitische Lebensphilosophie. Anfang 1960 findet Müller im elterlichen Schlafzimmer eine Mittelformatkamera aus dem Jahr 1935. Damit macht er Ostern desselben Jahres bei einer Audienz in St. Peter in Rom sein erstes photographisches Portrait: Papst Johannes XXIII. 1962 besteht Konrad Rufus Müller die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und studiert dort freie Malerei bei Professor Hans Jaenisch.

Im September 1965 reist er per Autostop von Berlin nach Bonn, wo er Konrad Adenauer zum ersten Mal photographiert. In den folgenden 18 Monaten bis zum Tode Adenauers begegnet er ihm noch einige Male. Müller photographierte dann alle Kanzler der Republik. Seine Kanzler-Galerie hängt im Deutschen Historischen Museum zu Berlin, im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, im Bundeskanzleramt und im Außenministerium.

Der erste Bildband mit Photos von Konrad Rufus Müller erscheint 1978. Das Thema ist Willy Brandt. Dann folgt 1986 ein Buch über Adenauer mit einem Text von Golo Mann. Inzwischen wurden 19 Bildbände mit Müllers Arbeiten veröffentllicht, u.a. über Anwar El Sadat, Francois Mitterrand, Bruno Kreisky, Sergiu Celibidache, Die Leute von Lech, Wladimir Putin und die Kanzler der Bundesrepublik.

Konrad Rufus Müller will mit seinen Portraits die Gesichter der Menschen für sich neu entdecken. Seine Bilder sind für ihn "eine Sammlung sehr subjektiv gesehener Portraits, die kein Art Director zurechtgestutzt und keine medienbewusste Agentur für die heutige Zeit aufbereitet haben". Seine Photos erscheinen u.a. im SZ-Magazin, ZEIT-Magazin, STERN, Profil, L'Express, Time Magazine.

Seine erste Ausstellung mit Portraits der deutschen Bundeskanzler hat Konrad Rufus Müller 1972 in Bonn. Es folgen Einzelausstellungen im In- und Ausland. Eine erste Retrospektive gibt es im Jahre 2000 im Deutschen Historischen Museum, Berlin. Konrad Rufus Müller photographiert seit 49 Jahren mit einer Kamera (von 1960 bis 1975 mit einer Rolleiflex aus dem Jahre 1935 und seit 1975 mit einem Folgemodell). Er arbeitet ohne künstliches Licht, ohne Blitz, nur mit dem "available light". Er hat all die Jahrzehnte immer allein gearbeitet. Seine Dunkelkammer hat außer ihm niemand betreten.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 422 Fotos, alle Abbildungen basieren auf den Scans der originalen Vintage-Prints und sind Duoton gedruckt, 344 Seiten, 23 x 29 cm, die Buchhandelsausgabe erscheint im Kehrer-Verlag.

 

Johann Wilhelm Schirmer - Vom Rheinland in die Welt

Wie Bilder entstehen - Einblicke in Schirmers Atelier

16. Mai 2010 - 16. Januar 2011

 

Plakat zur Ausstellung

 

Ausgehend von zwei Gemälde Schirmers im LVR-LandesMuseum Bonn wird exemplarisch  die durch maltechnische Untersuchungen gestützte Herstellung der Gemälde im Atelier beleuchtet. Schirmer stand technischen Neuerungen immer offen gegenüber und integrierte so die verschiedensten Anregungen in seinen Malstil.

Informationen zum Gesamtprojekt: http://www.schirmer2010.de/  

 

Zeitspuren. Axel Thünker - Fotografien

10. Juni 2010 - 18. August 2010

 

Foto von Axel Thuenker: Sieg-Aue

Copyright: Axel Thünker DGPh


Der Fotograf Axel Thünker, geb. 1958, arbeitet seit langem an Themen der Archäologie und Historischen Kulturlandschaften Nordrhein-Westfalens. In dieser Zeit sind eindrucksvolle Fotoserien von künstlerischem Rang entstanden, die im LVR-LandesMuseum Bonn in vier Themenschwerpunkten präsentiert werden.

Von besonderer Ästhetik und Schönheit sind die Arbeiten zu den Historischen Kulturlandschaften Nordrhein-Westfalens, deren spezifischen Eigenheiten und typischen Merkmalen. Im Mittelpunkt stehen die archäologischen Denkmäler als besonders prägende Landschaftselemente. Seien dies nun historische Straßen, Wege- und Siedlungsstrukturen, bronzezeitliche Grabhügel, römische Wasserleitungen oder mittelalterliche Höhenburgen, derartige Bodendenkmäler sind Zeitzeugen, die uns der eigenen Vergangenheit und unseren regionalen, heimischen Wurzeln nahe bringen.

Kloster und Stifte sind ein weiteres Thema. Axel Thünker hat in seinen Fotografien nicht nur bedeutende Architektur, sondern auch von Menschen gestaltete Siedlungs-, Wirtschafts- und Sakralräume festgehalten. Mit ihnen verbinden wir auch über die Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts hinaus immer noch Spiritualität. So ist die Fotoserie "Orte der Stille" entstanden.

Der Bau der Nord-Süd-Stadtbahn Köln, als unterirdische Verbindung von der Südstadt zum Hauptbahnhof, hat in den letzten Jahren mit einer untersuchten Fläche von 30.000 qm zu einer der größten archäologischen Ausgrabungen Europas geführt. Die archäologischen Schichten erstreckten sich bis in eine Tiefe von bis zu 17 m. Vor allem die vollständige Ausschachtung der acht Haltestellen mitsamt ihrer Technik- und Versorgungsräume erforderte intensive archäologische Arbeiten, um diesen brachialen Eingriff in die Geschichte der Stadt Köln wenigstens zu dokumentieren und so die archäologischen Zeugnisse zu sichern.

Bedeutende Befunde wie die hölzerne Verschalung der römischen Hafenmauer, das Hafentor der Stadt, reiche Grabfunde und bedeutende Festungsabschnitte der Renaissancezeit überliefern uns die Bedeutung Kölns über mehr als 2000 Jahre. Axel Thünker hat diese Grabungen, die unter größtenteils extremen Bedingungen - bei Lärm, Hitze und Kälte, Wassereinbrüchen und größtem Stress stattfanden, in seiner Fotoserie "Unterweltsbilder - U-Bahn-Archäologie in Köln" auf eindrucksvolle Weise dokumentiert.

Für die römische Geschichte des Rheinlands sind die Römerthermen in Zülpich, dem antiken Tolbiacum an der Staatsstraße von Köln über Trier nach Lyon, von großer Bedeutung. Die luxuriöse Badeanlage, die um 150 nach Christus in einer bis heute nur Ausschnitt haft erforschten römischen Siedlung entlang dieser Fernverbindung errichtet wurde, ragt vor allem wegen ihrer guten Erhaltung gegenüber vergleichbaren Anlagen hervor.

Daher wurde die unbefriedigende städtebauliche Situation rund um die Zülpicher Landesburg, Propstei und Kirche St. Peter auf dem Mühlenberg in Zülpich, die einer sinnvollen Präsentation der Thermenanlage im Wege stand, durch einen großzügigen Museumsbau und ein städtebauliches Konzept für das ganze Quartier. Die Römerthermen Zülpich mit ihrer Baugeschichte vom 2. bis in das späte 4. Jahrhundert sind das Herz des Museums; zugleich zeigt das Museum die Geschichte der Badekultur und informiert den Besucher umfassend über das Badewesen von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit. Es gehört heute, wie das LVR-LandesMuseum Bonn zum LVR-Museumsverbund.

Axel Thünker hat in seinen Bildern das Zusammenspiel des archäologischen Befundes mit der eindrucksvollen Architektur des Museumsneubaus und der Umgebung auf seine Weise festgehalten.

In Ergänzung der Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn zeigen die Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur vom 13. März bis 15. August 2010 die Ausstellung: Geschichtslandschaft Nordeifel - Fotografien von Axel Thünker.

Weitere Informationen: http://www.zuelpich.de/

Die Ausstellungen ergänzen die Landesausstellung "Fundgeschichten. Archäologie in Nordrhein-Westfalen", Römisch-Germanisches Museum Köln, 18. März bis 18. November 2010

Weitere Informationen: http://www.fundgeschichten.de/

 

Renaissance am Rhein

16. September 2010 bis 6. Februar 2011

 

Detail des Triptychons mit Heiliger Barbara

Umkreis Joos van Cleve, Triptychon mit thronender Madonna und Heiligen, um 1525/30
Detail des rechten Seitenflügels mit Heiliger Barbara, LVR-LandesMuseum Bonn


Die Ausstellung unternimmt es zum ersten Mal überhaupt, die vielfältigen Zeugnisse von Kunst und Kultur der Renaissance am Rhein mit herausragenden Exponaten aus dem In- und Ausland zu präsentieren.

Konflikte und Herausforderungen
Das Rheinland mit seinem Zentrum Köln war im 15. und 16. Jahrhundert ein "Überschneidungsgebiet" im Zentrum Europas. Hier haben sich die vielfältigen Konflikte und Herausforderungen dieser Wendezeit in einzigartiger Weise durchdrungen.

Foto: Arnt van Tricht, Handtuchhalter mit Liebespaar und zwei kleinen Musikanten, um 1535, Holz gefasst

Arnt van Tricht, Handtuchhalter, um 1535
Copyright Museum Kurhaus Kleve


Die Ausstellung
Die Ausstellung macht die Kunst der Renaissance:

  • Gemälde
  • Bildteppiche
  • Skulpturen
  • Kupferstiche
  • Architektur
  • Musik und
  • Literatur

in ihrem historischen Kontext verständlich.

Audio-visuelle Medien
Durch eigens entwickelte audio-visuelle Medien wird die Epoche der Renaissance am Rhein für den Besucher auf verständliche Weise erschlossen. So wird das 16. Jahrhundert mit seinen Kunstwerken und seinen Protagonisten - von Fürsten und Gelehrten bis zu Künstlern, Bürgern und Bauern - lebendig.

Die Bedeutung der Renaissance für die Gegenwart
Die Ausstellung macht deutlich, dass viele Probleme und Entwicklungen des 16. Jahrhunderts nicht nur Auswirkungen bis heute haben, sondern dass wir vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Kinder- und Familienmitmachbereich
Markenzeichen der großen Ausstellungen des LVR-LandesMuseums sind pädagogisch betreute Mitmachbereiche für Kinder- und Familien. Ein großer Mitmachbereich zum Thema Perspektive, Optik und Buchdruck lädt ein, die technischen Neuerungen der Renaissance selber auszuprobieren. Originalgetreue Nachbauten eines Kölner Buchladens und eines Globenladens, in denen die Besucher unter fachkundiger Beratung auch Faksimile von Büchern und Globen des 16. Jahrhunderts erwerben können, machen die Medienrevolution der Epoche am praktischen Beispiel nachvollziehbar.

Renaissance-Ausstellung: Memorandum (PDF-Datei 1.52 MB)