Objekt des Monats
In Memoriam Ansgar Nierhoff
Ansgar Nierhoff
* 1. Oktober 1941 Meschede, + 2. August 2010 Köln
Rotation
2003
Eisen
Maße: Durchmesser 440 cm, Höhe 160 cm

Copyright: Museumsverbund im LVR
Standort
Die Skulptur „Rotation“ des Bildhauers Ansgar Nierhoff steht im Skulpturenhof des LVR-LandesMuseums Bonn in der Nähe des Eingangs zur Bibliothek. Sie bezieht sich in ihrer Dimension auf den menschlichen Körper, wenngleich sie durchaus monumentalen Charakter besitzt.
Der erste Eindruck
Die Skulptur erweist sich auf den ersten Blick als die Bündelung einer Anzahl von Stahlstangen, die von einer starken Stahlkette in der Mitte umschlungen sind und damit auch gehalten werden. Wie „achtlos dahin geworfen“ erinnert die Arbeit bei der ersten Begegnung an eine Verschnürung von einzelnen Werkstücken, wie sie zunächst aus alltäglichen Situationen her vertraut zu sein scheint.
Genauere Untersuchung
Das Selbstverständliche der ersten Betrachtung weicht bei der genaueren Untersuchung, wenn man um die Skulptur herum schreitet und sie von vielen Seiten her sieht, einer Irritation. Es fallen wesentliche Aspekte der Wahrnehmung ins Auge. Die gebündelten Eisenstangen verlaufen nämlich nicht einfach horizontal, sondern sind wie von mächtigen Kräften innerhalb der Bündelung gedreht – gleichsam gewrungen. Die Kräfte, die sich in dieser Skulptur konkret und bildhaft zugleich sammeln, scheinen verschiedenen Faktoren zu unterliegen, die sich ergänzen und sich dennoch bewusst widersprechen.
Fazit
„Rotation“ erscheint in einem Moment der Bewegung, der Drehung und des Lastens eingefroren und erzeugt damit zugleich einen Zustand festgehaltener Dynamik.