Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Neandertaler

Das ganze Skelett des Neandertalers von 1856 mit angepassten Neufunden Skelett des Neandertalers mit angepassten Neufunden Foto: G. Oleschinski

Aktuell
Der Raum "Neandertaler & Co" ist völlig neu gestaltet worden. Er ist zu sehen im 1. Obergeschoss des Neubaus, rechte Seite

Circa 42.000 Jahre vor heute
Fundort: Neandertal, Erkrath, Stadt Mettmann.      
Erworben 1877
Inventar-Nummer 322

1856 bargen Arbeiter beim industriellen Kalkabbau in der Kleinen Feldhofer Grotte im Neandertal bei Mettmann 16 Knochenfragmente eines Skelettes. Der Lehrer Johann Carl Fuhlrott aus Elberfeld, erkannte in ihnen die Überreste eines Urmenschen. Dieser erhielt ca. acht Jahre später die wissenschaftliche Bezeichnung Homo neandertalensis (Mensch der eigenen Art „Neandertal").


Heftige Kontroversen entbrannten, da die Existenz eines Urmenschen unvereinbar war mit der biblischen Schöpfungsgeschichte. Charles Darwins 1859 veröffentlichte Evolutionstheorie untermauerte hingegen die wissenschaftliche Einordnung durch Fuhlrott sowie des Bonner Anatomen Hermann Schaafhausen.
1877 erwarb das Rheinische Provinzialmuseum, der Vorgänger des heutigen LVR-LandesMuseums Bonn, diesen Fund für 1000 Goldtaler. Dank wissenschaftlicher Untersuchungen kann das Skelett heute auf circa 42.000 Jahre vor heute datiert werden.
Inzwischen sind Hunderte von Fundplätze und rund 300 Skelettreste von Neandertalern in Mittel- und Südeuropa sowie in Kleinasien entdeckt worden. Die ältesten gefundenen Skelette dieser Jäger und Sammler aus der Eiszeit sind 150.000 Jahre alt, die jüngsten 35.000 Jahre. Unklar ist, warum sie ausstarben. 

Heutige Forschung am Neandertaler

Zu ihrer Überraschung fanden Wissenschaftler bei Nachgrabungen zwischen 1997 und 2000 weitere Knochen, die zu dem Neandertalerskelett von 1856 gehören. Auch konnten Skelettteile eines zweiten Neandertalers, der ca. 44.000 vor Christus gestorben war, geborgen werden.
Bis heute ist der Bonner Neandertaler Objekt neuester Untersuchungsmethoden, wie der DNA-Analyse. Wie lebten die Neandertaler, wie kann man ihr Aussehen rekonstruieren? Kann man von Sozialverhalten sprechen, hatten sie religiöse Vorstellungen und Riten? Und gibt es eine Antwort auf die brennende Frage: sind sie unsere direkten Vorfahren?
Diese Fragen wollen wir in dem der „Steinzeit" gewidmeten Bereich beantworten.

Ausführliche Informationen erfahren Sie unter Museum / Forschung

Standort: zu finden in der Dauerausstellung: Thema "Neandertaler & Co", 1. Obergeschoss, Neubau, rechte Seite