Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Der Helm des Herrn von Morken

Das wertvollste Objekt in dem Grab des Herrn von Morken aus dem 6. Jahrhundert ist der Helm. Über der Haube aus Eisen wurden vergoldete Bronzebleche angebracht. Diese sind über und über reich mit Mustern und Bildmotiven verziert.Helm des Herr von Morken, 6. Jahrhundert. Foto: A. Thünker DGPh

Um 600
Fundort: Morken, Gemeinde Bedburg, Rhein-Erf-Kreis
Inventar-Nummer 55,435u – Eisen, Bronzeblech vergoldet
Höhe 18 cm, größter Durchmesser 22,5 cm
Foto: A. Thünker DGPh

Bevor der Braunkohlentagebau den Ort Morken erreichte, fand 1955/56 eine Ausgrabung des Rheinischen LandesMuseums Bonn statt. Ihr bedeutendster Fund war das Holzkammergrab eines fränkischen Adeligen unter der romanischen Pfarrkirche. Eine Reihe von Beigaben wurden ihm für das Jenseits mitgegeben, so auch eine Goldmünze, ein Charonspfennig, die in seinem Mund lag.

 

Tracht und Helm

Von der Tracht des Toten blieben nur eine sehr  gut erhaltene Schnalle und ein rechteckiger Beschlag erhalten. Beide sind schön mit Silber und Buntmetalleinlagen verziert, und haben zu einem Gürtel gehört. Wertvoll war auch der Helm, dessen Machart darauf hindeutet, dass er aus dem byzantinischen Machtbereich stammt. Über eine kegelförmigen Haube aus Eisen wurden vergoldete und verzierte Bronzebleche montiert. Am Stirnreif sind u. a. Löwen, Vögel, die an  Trauben picken sowie Weinranken zu erkennen. Ob die Motive aus der antiken Kunst übernommen wurden, oder ob ihnen eine christliche Symbolik zugrunde liegt: diese Frage ist schwer zu entscheiden.

Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Macht und Mächte", Zweites Obergeschoss, Altbau im Eingangsbereich