Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Vogeldarstellung aus Rengeweih

Der Vogelkopf ist stark stilisiert darstellt. er hat einen Spitzen Schnabel. Auf dem Geweihstück sind gravierte Flügel und Schwanzfedern zu erkennen.Aus Rengeweih geschnitzte Vogeldarstellung

Um 10.500 vor Christus
Fundort: Andernach−Martinsberg, Kr. Mayen−Koblenz
Inventar-Nummer 71.0068,33
Höhe 10 cm.

In Andernach-Martinsberg fanden sich 1883 bei einer Ausgrabung von M. Schaafhausen mehrere Kunstwerke, darunter der geschnitzte Kopf eines Vogels. Als Material diente ein Rest aus dem abgeworfenen Geweih eines Rens.     
                       
Deutlich erkennbar ist der Perlenkranz des Geweihs, der teilweise abgearbeitet wurde. Aus der schwach ausgebildeten Augsprosse wurden die buckelartigen Augen und der spitze, geöffnete Schnabel des Vogels geschnitzt. Bei genauem Hinsehen erkennt man die gravierten Flügel und die Schwanzfedern.

Das Geweihstück wurde innen ausgehöhlt. Wahrscheinlich diente dies dazu, die Vogeldarstellung auf eine Stange zu stecken.

Spuren von hölzernen Zeltpflöcken im Boden aus der Zeit des späten Jungpaläolithikum (40.000−10.000 vor heute) deuten darauf hin, dass  an dem Fundplatz Zelte gestanden haben, die den Menschen, die von hier aus auf die Jagd gingen, Schutz boten. Der Platz war günstig, da von dort die wandernden Tierherden, der Jagdbeute der Menschen, beobachtet werden konnten. Der Platz ist besonders gut erhalten, weil er nach dem verheerenden Vulkanausbruch  in der Eifel vor etwa 11.000 Jahren von der Bimsasche bedeckt und dadurch konserviert wurde.

Standort: zu finden in der Dauerausstellung: Thema „Neandertaler & Co", 1. Obergeschoss Neubau, rechte Seite