Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Frühe Neuzeit

Entdeckungen ● Religionskriege ● Barock

Bartholomäus Bruyn der Jüngere malt in seinem Bild Die Versuchungen Jesu Christi die Szene aus dem Neuen Testament, wie Jesus vom Teufel versucht wird. Die Polemik gegen die Lehre Martin Luthers wird deutlich, indem der Maler dem Teufel das Aussehen des Reformators gibt.Bartholomäus Bruyn der Jüngere: Die Versuchungen Jesu Christi.

1492 entdeckt Kolumbus Amerika. Der Kartograph Gerhard Mercator veröffentlicht 1569 in Duisburg eine neue, winkeltreue Karte der Erde: für die Navigation der Seefahrer ein sensationeller Fortschritt.
Die Reformation spaltet Europa. Politik und Religion verquicken sich. Jahrzehntelange Kriege bringen Armut und Tod. Kurköln bleibt katholisch. Damit ist eine katholische Mehrheit der Kurfürsten bei der Kaiserwahl sichergestellt.
Mit dem Barock beginnt eine Zeit voller Widersprüche. Neue, prachtvolle Schlösser, Gärten und Kirchen folgen einem strengen Gestaltungswillen. Trotz aller Freude am Leben ist das Bewusstsein der Vergänglichkeit allgegenwärtig: Memento Mori (Bedenke, dass du sterben wirst). Die Hexenverfolgungen im Erzbistum Köln bringen viele verleumdete, unschuldige  Frauen – aber auch Männer – auf die Scheiterhaufen.

Die Silbermedaille, die 1750 geprägt wurde, zeigt den Kölner Kurfürsten Clemens August als Brustbild in einem prunkvollen Gewand..Medaille mit Bildnis des Kölner Kurfürsten Clemens August (Silber, geprägt 1750).

Der aus Kaiserswerth stammende Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld wendet sich 1631 in seiner Schrift „Cautio criminalis" leidenschaftlich gegen diese Prozesse mit ihren unter der Folter erlangten Schuldbekenntnissen.
Der prunkvolle Hof Ludwigs XIV. wird zum unerreichten Vorbild auch für die rheinischen Fürsten. Seine Eroberungspolitik mit dem Ziel, das gesamte linksrheinische Gebiet für Frankreich zu gewinnen, bedeutet für die Bevölkerung im Rheinland Hunger, Elend und Verwüstung. Die Französische Revolution von 1789 mit dem blutigen Aufstand gegen das Königtum, den Adel und die Kirche, beendet das Zeitalter des Absolutismus, der uneingeschränkten Macht des Herrschers.