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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Frühes Mittelalter

Franken ● Machtübernahme ● Romanik

Die Zeichnung rekonstruiert das Leben in einem fränkischen Dorf aus der Vogelperspektive. Die Menschen sind mit vielfältigen bäuerlichen Arbeiten beschäftigt. Rechts im Vordergrund steht ein beladener Erntewagen, links ein am Kreuzeichen an der Wand als Kirchlein erkenntliches Gebäude. Die eingeschossigen Häuser sind Fachwerkbauten. Im Hintergrund schlängelt sich ein Fluss durch eine flache Landschaft. Zeichnung von Gideon Karnath: Fränkisches Dorf

Überfälle der Franken in der Mitte des 3. Jahrhunderts schockieren die Römer. Ein Jahrhundert später: Der gemeinsame Dienst im römischen Heer nähert Germanen und Römer einander an. Der in der Bonner Jakobstraße gefundene römische Sarkophag mit den Beigaben für einen germanischen Krieger ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Nach 450 wandern Franken in großer Zahl in ehemals römische Gebiete links des Rheins ein. Fränkische Kleinkönige übernehmen die Macht. Die Franken siedeln vorwiegend auf dem Land in einfachen Holzhäusern. In Reihengräberfeldern werden nach germanischer Sitte Frauen mit  ihrem Schmuck, Männer mit ihren Waffen bestattet.

Die Gewandspange wurde gefunden in einem Männergrab in Bonn, Jakobstraße. Sie besteht aus Bronze und ist vergoldet. Sie endet am Bügel und den Armen jeweils in einer Art Zwiebel. Das Christogramm am Ende der Nadelrast zeigt in einem Kreis die griechischen Buchstaben Chi und Rho für Christus. Römische Zwiebelknopffibel aus einem Männergrab aus Bonn, Jakobstraße. Foto: A. Thünker DGPh Die fränkische Goldscheibenfibel ist nicht vollständig erhalten. Einige Glaseinlagen fehlen. In der Mitte befindet sich ein Kreuzzeichen; auch auf der Schmuckplatt lässt sich ein größeres Kreuzzeichen erkennen . Fünf kleinere und fünf größere Anhänger in Scheibenform aus Gold sind mit geometrischen Mustern verziert. Fränkischer Goldschmuck aus Hürth.

Abgebildet ist eine Reihe fränkischer Waffen: ein Langschwert, ein Kurzschwert, eine Lanze, eine Wurfaxt, Franziska genannt, und ein Schildbuckel. Fränkische Waffen. Foto: Schafgans

Chlodwig tritt um 500 als erster germanischer Herrscher zum katholischen Glauben über: eine Entscheidung von weitreichender Bedeutung. Latein bleibt die Sprache der Verwaltung und der Kirche.
Die Christianisierung führt anfangs zum Bau schlichter, kleiner Kirchen. Karl der Große lässt in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts in seiner Residenz Aachen nach byzantinischen Vorbildern seine Pfalzkapelle, den heutigen Aachener Dom, erbauen. Dessen Kuppel, das Oktogon, ist zu dieser Zeit die größte nördlich der Alpen.

Um das Jahr 1000 entstehen Kirchenbauten im romanischen Stil mit seinen charakteristischen Rundbögen. Der Gesamteindruck ist eher gedrungen; im Innern herrscht ein feierliches, gedämpftes Licht vor.