Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Hoch- und Spätmittelalter

Christentum ● Kreuzzüge ● Gotik ● Städte

Die Kreuzigungsgruppe aus Trechtingshausen zeigt links, von der Seite zu sehen, Maria, die Mutter Jesu, rechts den Jünger Johannes und in der Mitte Jesus am Kreuz. Das Kreuz selber fehlt. Kreuzigungsgruppe aus Trechtingshausen.

Das Christentum bestimmt das Leben. Von der christlichen Heilserwartung zeugen gotische Kirchen, fromme Stiftungen, Altarbilder und Heiligenskulpturen. Der neue Baustil ist sichtbar in nach oben strebenden Spitzbögen und Fenstern, durch deren farbige Verglasung das Licht in den Kirchenraum flutet. 1248 erfolgt die Grundsteinlegung für den Kölner Dom.
Die Gesellschaft ist nach Ständen gegliedert: ganz oben König und Geistlichkeit, darunter der Adel, ganz unten die Bauern. Rittertum und Minnesang verklären bis heute das Bild.

Der Maler Bartholomäus Bruyn der Ältere zeigt in seinem Bild Die drei Stände der Christenheit das Ideal eines Miteinanders von Kaiser und Papst. Der dritte Stand, die Bauern, wird nur ganz klein dargestellt. Über allem thront Christus, die Füße auf einer gläsernen Weltkugel, die Hände ausgebreitet. Bartholomäus Bruyn der Ältere: Die drei Stände der Christenheit.

1095 fordert Papst Urban II. die „Befreiung" Jerusalems von der Herrschaft der Muslime. Fanatischer Glaubenseifer führt bereits zu Beginn des 1. Kreuzzugs zur Ermordung vieler „Ungläubiger"; zu den ersten Opfern zählen Juden im Rheinland.
Im 13. Jahrhundert beginnt der Aufstieg des Bürgertums; die Städte gewinnen an Bedeutung. „Stadtluft macht frei" ist der Lockruf für die arme Bevölkerung auf dem Land.

Die Darstellung auf Goldgrund zeigt im Zentrum Maria mit dem Jesusknaben, um sie herum allegorische Szenen und Bänder mit lateinischen Sprüchen. Alles verweist auf das christliche Heilsgeschehen Kölner Meister: Marienaltärchen – Detail aus der Mitteltafel. Foto: Schafgans

Der florierende Handel macht viele reich. Das politische Selbstbewusstsein der städtischen Führungsschichten führt in Köln zu einer Rebellion gegen den Erzbischof als Stadtherrn. Seine Niederlage 1288 in der Schlacht bei Worringen beschneidet seine Rechte in der Stadt dauerhaft. Graf Adolf V. von Berg, einer der Sieger bei Worringen, erhebt Düsseldorf zur Stadt.
Von 1300 bis in das 16. Jahrhundert arbeiten in Köln eine Reihe bedeutender Künstler. Nur wenige wie Stefan Lochner (+ Köln 1451) sind namentlich bekannt. Diese Mitglieder der sogenannten „Kölner Malerschule" malen ihre Motive auf Goldgrund. Die Figuren strahlen Anmut aus. Erst nach der Mitte des 15. Jahrhunderts gewinnt der niederländische Realismus an Einfluss.