Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Moderne

Preußen ● Industrialisierung ●  Weltkriege ● Kunst

Die beiden lebensgroßen Skulpturen Karl Marx und Friedrich Engels wurden von Peter Nettesheim in Holz geschaffen. Sie stehen einander frontal gegenüber und fassen sich bei den Händen. Peter Nettesheim: Marx und Engels.

Napoleons Herrschaft über Europa fördert das Nationalbewusstsein der Einzelstaaten. Nach der endgültigen Niederlage Napoleons wird Frankreich auf die Grenzen von 1789 zurückgedrängt. Preußen erhält mit den linksrheinischen Gebieten die Aufgabe der Grenzsicherung. Hoffnungen der Bevölkerung auf eine Verfassung und demokratische Rechte zerschlagen sich rasch. Der Ruf der Bürger nach mehr Freiheit und nationaler Einheit bricht sich in der Revolution von 1848 Bahn, wird aber vom Militär mit Waffengewalt unterdrückt. Erst die Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 versöhnt viele Rheinländer mit den zuvor wenig geschätzten „Preußen".
Die Industrialisierung verändert die Arbeitswelt radikal und beschleunigt alle Lebensbereiche. Angesichts des Elends der Arbeiterschaft  fordern Karl Marx und Friedrich Engels den „Kommunismus", also die klassenlose Gesellschaft, die im Kampf der Arbeiter, des Proletariats, gegen die Besitzenden, die Bourgeoisie, erreicht werden soll.
Das 20. Jahrhundert ist geprägt von Revolutionen, Diktaturen und zwei Weltkriegen. Sie stürzen in vielen Staaten die gesellschaftliche und politische Ordnung um. Weltweit nehmen die Gegensätze zwischen arm und reich zu.
Das Foto von Angelika Bonn 1985 gibt eine Szene auf dem Weltwirtschaftsgipfel wieder. Eine Gruppe von Politikern steht auf einer türkisfarbenen Fläche neben einem roten, ausgerollten Teppich auf dem Rasen vor der Villa Hammerschmidt. Angelika Neuke: Bonn 1985. Primavera, das 1964 entstandene abstrakte Gemälde von Hann Trier, zeichnet sich durch eine schwungvolle Malweise aus. Es dominieren Rottöne und Ocker. Hann Trier: Primavera, 1964. Das abstrakte Bild zeigt fünf unterschiedlich große Kreise in den Farben Rot, Grün, Ocker und Blau. Dabei werden der grüne und der rote Kreis, die auf der linken Seite die untereinander angeordnet sind, von einem aufgesprungenen, ockerfarbenen Streifen aufgerissen. Ernst Wilhelm Nay: Kosmogon, 1964.

Als Folge des Zweite Weltkriegs kommen auch im Rheinland viele Menschen um; viele Städte sind zerstört. Deutschland und die Reichshauptstadt Berlin werden von den Siegermächten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Bonn wird 1949 provisorische Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. 1990 endet mit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland die Teilung Deutschlands. Ein Jahr später hört Bonn auf, „provisorische Hauptstadt" zu sein:

Nach einer emotional und kontrovers geführten Diskussion votiert der Bundestags für Berlin als Hauptstadt des vereinigten Deutschlands.

Vielen zeitgenössischen Künstler ist die Düsseldorfer Kunstakademie seit den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts eine hervorragende Ausbildungsstätte. Es entsteht eine Malerschule von internationalem Rang. Ihr gehören im 20. Jahrhundert mit August Macke (1887-1914) www.august-macke-haus.de und Max Ernst (1891-1976) www.maxernstmuseum.lvr.de herausragende Vertreter der klassischen Moderne an.

Angelehnt an altdeutsche Malerei, heroisierend und voll hohlem Pathos sind dagegen die Entwürfe Werner Peiners www.hausvorst.de zu großen Wandteppichen für die Reichskanzlerei Adolf Hitlers. Als Leiter der Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei im Eifelstädtchen Kronenburg vermittelt Peiner seinen Studenten die nationalsozialistische Weltanschauung von der sieghaften Überlegenheit der sogenannten „arischen" Rasse.

Der Maler Ernst Wilhelm Nay  (1902-1968) www.ewnay.de kommt 1951 nach Köln und trägt – ebenso wie Hann Trier (1915-1999) www.hann-trier.de – mit seinen Werken maßgeblich zur Etablierung des abstrakten Expressionismus und des Informel in Deutschland bei.

Neue Medien erobern die Welt: Film, Fernsehen, Video und Internet.