Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

Inhaltsverzeichnis Schriftgrösse Schriftgröße Plus              Schriftgroesse Minus

Sie befinden sich hier: > Startseite > Museum > Epochenrundgang > Vorgeschichte

 

 

LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Vorgeschichte

Steinwerkzeuge ● Neandertaler ● Langhäuser ● Metall

Das Lebensbild des homo erectus von Gideon Karnath zeigt eine Gruppe nackter Hominiden –  zwei Männer, zwei Frauen, ein Kleinkind – in einer kargen Landschaft am Fluss. Sie lagern vor einem grünen Gehölz. Einer der Männer hat mit einem Speer mehrere Fische erlegt. Außerdem gibt es Wurzeln und Pilze. Gideon Karnath, Lebensbild des homo erectus

In der Vorgeschichte kennen die Menschen noch keine Schrift. Der aufrecht gehende Mensch, der homo erectus, stellt im Rheinland vor 300.000 Jahren (Altpaläolithikum) Werkzeuge her. Überwiegend haben sich nur solche aus Stein erhalten: „Steinzeit" nennt man daher diese Epoche. Als erste Menschen kennen die Neandertaler − entfernte Verwandte des modernen Menschen − Bestattungsriten. Die Einstufung des 1856 aufgefundenen Neandertaler-Skeletts als das eines „Urmenschen" löst nicht nur unter Wissenschaftlern eine Schock aus: Von so einem Wesen steht in der Bibel nichts!
In Andernach gelingt es dem modernen Menschen (homo sapiens), mit einfachen Werkzeugen um 10.500 vor Christus – in der Altsteinzeit (Paläolithikum) –, eine Vogeldarstellung aus Rentiergeweih zu schnitzen. Kunstwerke finden sich auch als Grabbeigaben in der Bestattung, die im heutigen Bonn-Oberkassel gefunden wurde. Sie wird auf 11.000 vor heute datiert.

Die sieben Beile und Äxte aus der Jungsteinzeit wurden in unterschiedlicher Weise bearbeitet. Als Material wurde Feuerstein benutzt, das mit der Hand geschliffene wurde. Es handelt sich um fünf Beile und zwei Äxte. Diese wurden durchbohrt, um einen Holzstiel befestigen zu können. Beile und Äxte aus der Jungsteinzeit. Foto: Schafgans

In der Jungsteinzeit (Neolithikum), um 5.400 vor Christus, beginnen im Rheinland die Menschen sesshaft zu werden. Vorher mussten sie, um zu überleben, mit den Tierherden ziehen, das Wild jagen sowie Wildgetreide, Nüsse und Beeren sammeln. Nun leben sie in Langhäusern, bestellen ihre Felder und züchten Vieh.

Das sehr gut erhaltene Schwert stammt aus der mittleren Bronzezeit, 1575 – 1200 vor Christus. Der Griff ist feuervergoldet und mit Nieten und Goldreifen verziert. Das Schwert wurde aus der Niers bei Grefrah-Oedt geborgen.Bronzeschwert, Fundort: aus der Niers bei Grefrah-Oedt, mittlere Bronzezeit, 1575 – 1200 vor Christus

Die Entdeckung und Verarbeitung von Metallen − Bronze, Eisen, Gold − um 1.600 vor Christus führt dazu, dass ganz neue Gegenstände erfunden und gefertigt werden: Schmuck, Waffen und Gefäße. Die sogenannten Metallzeiten haben begonnen. Auf die „Bronzezeit" folgt um 800 vor Christus die „Eisenzeit".  In dem Frühlatène genannten Abschnitt zwischen 500 und 250 vor Christus  kommt es im Gebiet von Eifel und Hunsrück  zu einer ersten, keltisch geprägten Hochkultur im Rheinland: „Waldalgesheim". Die Vorgeschichte endet, als die Römer zwischen 58 und 51 vor Christus Gallien und das linksrheinische Gebiet erobern.