Postumus, Goldmünze
Goldmünze (Aureus) des Kaisers Postumus.
261/262 nach Christus in Köln [?] geprägt
Fundort: Krefeld-Gellep
Inventar-Nummer 76.1080 – Gold
Gewicht 6,47 g
Diese ausgezeichnet erhaltene Goldmünze (Aureus) ist eine Rarität. Sie wurde in Gelduba, dem römischen Kastell der Hilfstruppen, gefunden. Dies hatten feindliche Franken ab 260 mehrfach zerstört. Vielleicht ging dabei die Münze verloren.
Münzen dienten im Römischen Reich auch als Mittel der Propaganda. Eine Seite war dem Porträt des Kaisers vorbehalten, der so allgemein bekannt gemacht wurde.
Geschichte des Postumus
Postumus, Feldherr des Kaisers Gallienus (253−268), wurde in den Wirren der vielen Kriege und Aufstände von seinen Truppen zum Gegenkaiser (259(?)−269) ausgerufen. Er machte Köln zur Hauptstadt des Gallien, Spanien und Britannien umfassenden Gallischen Sonderreiches und ließ dort Münzen mit seinem Porträt prägen.
Dies wird auf der Vorderseite umrahmt von der lateinischen Umschrift : IMP(erator) C(assianus) POSTVMVS P(ius) F(elix) AVG(ustus). Übersetzung: Kaiser Cassianus Postumus, der Fromme, Glückliche, Erhabene.
Auf der Rückseite ist der Kaiser dargestellt, wie er die vier Rosse des Triumphwagens lenkt, während hinter ihm die Siegesgöttin Victoria steht. Die Umschrift lautet: VOTA PVBLI(ca), auf deutsch: Öffentliche Gelübde.
Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Macht und Mächte", Zweites Obergeschoss, Altbau, rechts