Grabplatte des Abtes Gilbert
Die Grabplatte des Abtes Gilbert aus dem Kloster Maria Laach. Foto: Schafgans
Drittes Viertes 12. Jahrhundert
Benediktinerabtei Maria Laach, Kreis Ahrweiler
Inventar-Nummer U 175 – Stein
Mosaik (Fragment): Höhe 90 cm, Breite 48 cm
Foto: Schafgans
Giselbert, lateinisiert Gilbertus, war der erste Abt des Benediktinerklosters Maria Laach in der Eifel. Er starb 1152 und fand seine letzte Ruhe im Fußboden der Krypta in einem Sarkophag, der mit einer Grabplatte verschlossen wurde. Für Deutschland einzigartig ist die bildliche Darstellung des Abtes aus Mosaiksteinen.
Aus farbigen Mosaiksteinen sind sein Gesicht, die Hände, die Insignien seiner Abtswürde und die Gewänder dargestellt. Den unteren Teil der Figur bedeckt eine heute nur noch als Fragment erhaltene, ebenfall aus Mosaiksteinen gefertigte Schrift. Die Grabplatte besteht, wie an den Profilen am Rand zu erkennen ist, aus Kohlenkalk.
Die Inschrift rühmt in lateinischer Sprache die glänzende Abkunft des Abtes und sein beispielhaftes Wirken.
Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Von den Göttern zu Gott", Erstes Obergeschoss Altbau, im Bereich „Kloster"