Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Zwiebelknopffibel mit Christogramm

Die Gewandspange besteht aus Bronze, vergoldet. Sie endet am Bügel und den Armen jeweils in einer Art Zwiebel. Das Christogramm am Ende der Nadelrast zeigt in einem Kreis die griechischen Buchstaben Chi und Rho für Christus.

Die Gewandspange besteht aus Bronze, vergoldet. Sie endet am Bügel und den Armen jeweils in einer Art Zwiebel. Das Christogramm am Ende der Nadelrast zeigt in einem Kreis die griechischen Buchstaben Chi und Rho für Christus. In einem Steinsarkophag fand man unter anderem in einem Männergrab diese Gewandspange mit Christogramm. Foto: A. Thünker DGPh

Letztes Drittel 4. Jahrhundert
Fundort: Bonn, Jakobstraße (heute Kesselgasse)
Inventar-Nummer 72.0315.01 – Bronze vergoldet
Länge 8 cm
Foto: A. Thünker DGPh

Der in einem römischen Sarkophag beigesetzte Tote muss ein bedeutender Mensch gewesen sein. Seiner Herkunft nach war er kein Römer. Dies erzählen die Beigaben, die ihm für das Jenseits mitgegeben wurden.

Grabbeigaben

So deuten die silbernen Gürtelschnallen auf eine Herkunft aus dem Donauraum hin. Vor allem die Waffen – das Messer mit der Einlegearbeit aus Silber (Tauschierung) auf der Eisenklinge  sowie das Langschwert – waren Beigaben, wie sie nur bei germanischen Kriegern vorkommen. Sie zeugen von dem über den eigentlichen Gebrauch im Kampf hinausgehenden symbolhaften Wert, den Waffen für sie besaßen. Römisch hingegen sind der Glaskrug und der Glasbecher.
Die auch „Fibel" genannte Gewandspange ist ein Beleg für den hohen Rang des Toten im Römischen Heer. Sie war eine staatliche Auszeichnung und wurde in dieser Qualität nur an hohe Beamte und Militärs vergeben. Das Christogramm Chi und Rho sowie die griechischen Buchstaben Alpha und Omega (christliche Deutung: Anfang und Ende) bekunden die starke, vom Kaiser geförderte Stellung des Christentums im Römischen Reich. Sie sind kein Beweis für eine Zugehörigkeit des Toten zur christlichen Gemeinde.

Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Von den Göttern zu Gott", Erstes Obergeschoss Altbau, im Bereich „Erobern"