Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Weihaltar für die Aufanischen Matronen

Die Aufanischen Matronen für die dieser Weihaltar aufgestellt wurde, waren einheimische Göttinnen, dargestellt als drei sitzende Frauen; zwei tragen ballonartige Hauben, die dritte Göttin trägt ihre Haare offen. Wahrscheinlich ist hinter den Göttinnen der Stifter des Altares zusammen mit seiner Frau und der Tochter dargestellt.Der Weihaltar für die Aufanischen Matronen. Foto: A. Thünker DGPh

164 nach Christus
Fundort: 1928/29 unter dem Münster in Bonn
Inventar-Nummer D 227 − Kalkstein
Höhe 130 cm, Breite 90 cm
Foto: Axel Thünker DGPh

Der von einem römischen Beamten aus Köln gestiftete Weihaltar gehört wohl zu den schönsten Reliefs der Matronen, Göttinnen der Fruchtbarkeit und der Fülle. Die drei Göttinnen werden in der einheimischen, ubischen Tracht in einer Nische auf einer Bank mit hoher Lehne sitzend dargestellt. Ubische Tracht, das heißt: vorne mit einer Spange geschlossene weite Mäntel. Die mittlere, jugendliche Göttin trägt ihre Haare offen. Die beiden Frauen rechts und links von ihr bedecken ihre Haare mit ballonartigen Hauben.
Der römische Beamte löste mit der Errichtung des Weihaltars für die Matronen ein Gelübde ein. Vielleicht sind hinter der hohen Lehne er selber zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter dargestellt.
Der Weihaltar ist ein Beispiel dafür, dass die Römer die fremden Göttinnen und Götter der von ihnen eroberten Bevölkerung respektierten und verehrten.

Die lateinische Weihinschrift lautet:

MATRONIS
AVFANIABVS
Q(uintus) VETTIVS SEVERVS
QVAESTOR C(oloniae) C(laudiae) A(rae) A(grippinensium)
VOTVM SOLVIT L(ibens) M(erito)
MACRINO ET CELSO CO(n)S(ULIBUS)
Übersetzung:
„Den Aufanischen Matronen. Quintus Vettius Severus, Quästor von Köln, hat (den Altar geweiht und) das Gelübde gern und angemessen eingelöst, (im Jahre, als) Macrinus und Celsus Konsuln (waren)."
Bei der Grabung des Landesmuseums unter dem Münster in Bonn, wurden noch eine Reihe weitere Matronensteine gefunden. Man nimmt an, dass sich dort ein Heiligtum für die Matronen befand.

Standort: Zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Von den Göttern zu Gott", Erstes Obergeschoss, Altbau, Oberlichthalle