Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Reliquiarschnalle

Die fränkische Reliquiarschnalle aus Messingguss ist 11 Zentimeter lang. Die Darstellungen zeigen biblische Motive, z. B. Daniel in der Löwengrube.Die Reliquiarschnalle zeigt Darstellungen von Menschen und Tieren. Foto: A. Thünker DGPh

6./7. Jahrhundert
Fundort: Kobern−Gondorf, Kreis Mayen−Koblenz 
Inventar-Nummer 34,157 – Messingguss
Länge 10,9 cm, Breite 5,5,cm
Foto: A. Thünker DGPh

Die Gürtelschnalle zeichnet sich durch eine Reihe von Besonderheiten aus. Die Inschrift SIGGIRICVS FECIT (Siggiricus hat [mich/es] gemacht)  ist sehr ungewöhnlich für eine sonst eher schriftlose Zeit wie das Frühe Mittelalter. Stolz auf die eigene Leistung  spricht aus diesen Worten, die man aufgrund des Namens einem Germanen zuschreiben kann.
Verborgen im Inneren der Schnalle befindet sich ein Hohlraum, in dem kleine, nach dem Glauben der Menschen heil bringende Reliquien untergebracht werden konnten.

Das Bildmotiv

In das Metall geritzt oder hineingestempelt wurden Darstellungen von Menschen und Tieren. Sie sind als Botschaften an die Christen zu verstehen. Daniel in der Löwenggrube – ein oft dargestelltes, beliebtes Motiv - steht für die Erlösung des Gläubigen durch Gott; Jonas, vom Walfisch zuerst verschlungen und dann ausgespuckt, versinnbildlicht ebenso die Macht Gottes wie die Wasserschlange, die das Krokodil, die Verkörperung des Bösen, von innen auffrisst. Diese letzte Deutung ist allerdings etwas spekulativ.

Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Von den Göttern zu Gott", Erstes Obergeschoss Altbau, Oberlichthalle