Bronzehelm
Bronzehelm aus Flüren, 1. Jahrhundert vor Christus.
Fundort: Wesel−Flüren
Erworben 1959
Inventar-Nummer 59.222 − Bronze
Höhe 22 cm
Dieser Helm eines keltischen Kriegers wurde vor 1959 beim Abbau von Kies auf der Karthäuser Grav−Insel gefunden. Ursprünglich ähnelte er den Helmen, die als italisch-römisch bezeichnet werden und die vom 4.–2. Jahrhundert vor Christus in Gebrauch waren. Später wurde der Helm ein Mal umgearbeitet.
Aussehen des Helmes
Dabei wurde der Knauf auf dem Helm erneuert. Zusätzlich zu den (verloren gegangenen) schützenden Wangenklappen erhielt er einen Kinnriemen. Auch dieser wurde nicht gefunden; eine Rekonstruktion ist dennoch anhand der vorhandenen Nieten möglich. Am Rand des Helmes sieht man eine italische Kordelverzierung; Stirn- und Nackenseite schmücken Dreiecke mit Doppelkreisstempeln.
Als der römische Feldherr Gaius Julius Caesar 58 - 51 vor Christus ganz Gallien bis zum Rhein eroberte, leisteten die Kelten, die von den Römern „Gallier" genannt wurden, erbitterten militärischen Widerstand. Vielleicht ist der Helm bei diesen Auseinandersetzungen versehentlich in den Rhein gefallen. Er könnte aber auch als Wasseropfer dorthin gelangt sein.
Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Neandertaler & Co", Erstes Obergeschoss, Neubau, rechte Seite