Mosaik – Sonnengott und Tierkreiszeichen
Das Mosaik des unbesiegbaren Sonnengottes, Sol Invictus (Kopie)
Mitte 3. Jahrhundert nach Christus
Fundort: Münster-Sarmsheim bei Bad Kreuznach
1925 erworben
Inventar-Nummer 31184 und 31185 – Marmor, Kalkstein, Ziegel, Smalte (Glas)
Maße: ursprüngliche Länge 19 m x 14 m, erhaltene Länge 4, 30 m x 2,856 m, Durchmesser des Sol Invictus-Motivs 1,84m
Foto: LVR-LandesMuseum Bonn
Eine dramatische Szene schmückte den 1895 gefundenen Fußboden des Empfangssaals einer römischen Villa in Münster-Sarmsheim: Der Sonnengott „Sol invictus" stürmt mit seinen vier sich aufbäumenden Rossen auf den Betrachter zu. Hinter seinem Kopf erscheint ein Strahlenkranz. Sol ist das alles mit Leben erfüllende Licht, das stets neu wieder am Himmel erscheint..
Einen solchen ewigen Kreislauf der Natur symbolisieren auch die um das Viergespann herum angelegten Tierkreiszeichen. Nicht alle sind erhalten, manches Motiv ist fehlerhaft und die Reihenfolge der Tierkreiszeichen ist nicht korrekt wiedergegeben.
Mit der Erhebung des unbesiegbaren Sonnengottes zum obersten römischen Reichsgott im Jahr 274 stattete Kaiser Aurelian dem Gott seinen Dank ab. Den Sieg in einer Schlacht gegen Palmyra führte Aurelian auf das Eingreifen des Gottes zu Gunsten der Römer zurück. Der Kult des Sol Invictus war auch unter Soldaten beliebt; er verband sich häufig mit dem Kaiserkult, da auch Sol den ewigen Fortbestand des Römischen Reiches und der Herrschaft des Kaisers garantierte. Der Geburtstag des Gottes wurde am 25. Dezember gefeiert, nach dem damaligen Kalender der Tag der Wintersonnenwende.
Die Christen bemächtigten sich des Bildes des Sonnengottes und verkündigten Christus als das „Licht der Welt".
Standort: Zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Von den Göttern zu Gott",
Erstes Obergeschoss, Altbau, im Eingangsbereich