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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Das Münzkabinett: Schwerpunkte

Ansprechpartnerin:

LVR-LandesMuseum Bonn
Dr. Claudia Klages
Münzkabinett
Bachstraße 5 – 9
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 249
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: claudia.klages@lvr.de

Ersatzgeldschein von 1923 mit der Aufschrift Notgeld: Ersatzgeldschein von 1923 Die Goldmünze zeigt ein nach links laufendes Pferd, daneben Kreismotive. Goldmünze (Augenstater) Goldmünze mit dem mit einem Lorbeerkranz geschmückten Porträt des Kaisers Domitian. Goldmünze (Aureus) des Kaisers Domitian Der Goldschatz aus Niederzier, einem früheren Dorf der Eburonen, enthält neben mehreren Goldringen auch 26 so genannte Regenbogenschüsselchen aus Gold., Münzen mit einfachen Motiven wie zum Beispiel einem Kreuz. Goldschatz von Hambach-Niederzier Solidus. Ungewöhnliche Frontaldarstellung eines Kaisers, hier Justinian. Er trägt einen nur durch Punkte und Linien angegeben Brustpanzer und ein breites, mit Juwelen geschmücktes Diadem, von dem seitliche des Kopfes jeweils zwei Bänder mit verdickten Enden herabhängen. In der erhobenen Rechten präsentiert der Kaiser den mit einem Kreuz bekrönten Reichsapfel. Solidus des Kaisers Justinian Sammelaufnahme mit mittelalterlichen Silbermünzen, einige liegt mit der Vorderseite, andere mit der Rückseite nach oben. Eine Seite trägt ein Kreuz, die andere den auf drei Zeilen verteilten Schriftzug: S[Ancta] Colonia. Sammelaufnahme mit mittelalterlichen Silbermünzen Medaillon mit prächtig gestalteter Büste von Clemens August als Ordensritter. Er trägt einen feierlichen Ornat mit Harnisch, breitem Ordensband und elegant drapiertem Ordensmantel, den eine mit Juwelen besetzte, rechteckige Schließe zusammenhält. Das lange Haar ist zu einem Zopf gebunden. Clemens August hat ein schmales, langes Gesicht mit einer hohen, leicht gewölbten Stirn, einer langen, etwas gebogenen Nase und einem kleinen Doppelkinn. Der Blick scheint in die Ferne gerichtet. Medaille mit Porträt des Kölner Kurfürsten Clemens August In der geöffneten, mit Ritzmustern dekorierten Holzschachtel befinden sich passgenaue Vertiefungen für die darin liegende Bronzewaage und die zahlreichen rechteckigen Metallgewichte, die überwiegend noch vorhanden sind. Über den Gewichtfächern stehen, mit Tusche geschriebenen, die Namen der Münzen, zu denen die Gewichte passen. In dem Deckel befindet sich ein kleines, geöffnetes Schiebefach, dass einige mit Kreispunkten versehene Messingplättchen enthält, die Teilgewichte. Münzwaage

Das LVR-LandesMuseum Bonn besitzt mit ca. 95.000 numismatischen Objekten die größte Münzsammlung im Rheinland. Schon der Vorgänger des heutigen Museums, das „Museum Rheinisch-Westfälischer Alterthümer in Bonn", besaß dank seines ersten Direktors Wilhelm Dorow (1820 – 1823) eine kleine Münzsammlung. Mit Zunahme der Ausgrabungstätigkeit in der Rheinprovinz und den dabei entstandenen Münzfunden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Sammlung bis heute stetig an. Hinzu kommen Stiftungen und gezielte Ankäufe.

Wissenschaftliche Bearbeitung

Alle numismatischen Objekte werden wissenschaftlich bearbeitet und zum großen Teil in die wissenschaftliche Studiensammlung integriert. Sie bietet Forscherinnen und Forschern einen Überblick über die Geldgeschichte des Rheinlandes vom 1. Jahrhundert vor Christus – der Spät-Latène-Zeit – bis in die Gegenwart. Ergebnisse der Bearbeitung sind die Funddokumentationen in den Bonner Jahrbüchern, die Berücksichtigung der Funde aus dem Bereich Nordrhein innerhalb des bundesweiten Fundkataloges der Fundmünzen des Mittelalters, Vorlagen großer Fundkomplexe in der Reihe Fundmünzen der antiken Zeit in Deutschland sowie die Präsentation einer Auswahl von Objekten innerhalb der Dauerausstellung des LVR-LandesMuseums.

Keltische Münzen

Zu den frühesten antiken Münzen im Rheinland gehören die keltischen Regenbogenschüsselchen aus Gold, später aus Silber oder Kupfer. Sie dienten wohl nicht als Zahlungsmittel im modernen Sinn sondern als kostbare Geschenke. Regenbogenschüsselchen, Goldstatere und goldene Schmuckreifen gehören zu dem bedeutenden keltischen Goldschatz, der wahrscheinlich als eine Gabe an einheimische Götter in der 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts vor Christus in der Siedlung der Eburonen in Hambach-Niederzier vergraben wurde.

Römische Münzen

Bei den römischen Münzen sind wichtige Schatzfunde und die fast vollständige Sammlung römischer Gold- und Silbermünzen mit Kaiserportraits hervorzuheben.

Münzen aus Mittelalter und Neuzeit

Für das mittelalterliche Rheinland bilden die Münzen des Erzstiftes Köln einen Schwerpunkt. Die Neuzeit ist zudem mit herausragenden Medaillen vertreten. Aber auch das Notgeld der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts fehlt nicht.
Infolge der Bedeutung des Rheinlandes als Knotenpunkt überregionaler Kontakte und Handelsbeziehungen werden in zahlreichen Schatzfunden auch nicht-rheinische Prägungen, zum Beispiel aus den Niederlanden, Frankreich und Italien, gefunden.

Münzen in der Dauerausstellung

In der Dauerausstellung sind heute Münzen, Münzwaagen und Schatzfunde in den Themen „Von den Göttern zu Gott", „Das Rheinland und die Welt", „Macht und Mächte" sowie „Überleben – Schöner Leben" ausgestellt. Münzen in der Dauerausstellung