Fundstücke Oberkassel

Abb. 1. Kunstgegenstände, 2. Hundekieferknochen
12.000 vor heute
Fundort: Bonn-Oberkassel
Erworben 1930
Inventar-Nummer 30475; 30476
Länge des Stabes 20 cm; Länge des Umrisses eines hirschartigen Tieres 8,5 cm.
Foto: LVR-LandesMuseum Bonn
Im Grab aus Oberkassel aus er Zeit 12.000 vor heute befanden sich zwei stilisierte Tierdarstellungen sowie ein Hund. Von ihm ist nur der Oberkiefer erhalten geblieben. Foto: G. Oleschinski
Arbeiten im Basaltsteinbruch „Am Stingenberg" in Bonn−Oberkassel legten im Februar 1914 zwei Skelette frei. Sie gehörten zu einem 50jährigen Mann und einer 20 Jahre alten Frau. Dieser bemerkenswerten Fund wird heute in die Zeit vor 12.000 bis 14.000 Jahren datiert.
Tierdarstellungen und Hund
Als Grabbeigaben kamen auch zwei Kunstwerke ans Licht: eine Schnitzerei, die den geritzten Umriss eines hirschartigen Tieres zeigt sowie ein Knochenstab, der in einer stilisierten Darstellung eines Nagetiers endet.
Ferner fanden sich Tierknochen, darunter der Kieferknochen eines Hundes. In dieser Bestattung wird die Bedeutung des domestizierten Hundes für die Menschen, die als Jäger lebten, deutlich. Der Hund aus Oberkassel zählt zu den ältesten erhaltenen Exemplaren.
Standort: zu finden in der Dauerausstellung: Thema „Neandertaler & Co", 1. Obergeschoss, Neubau, rechte Seite
Geplante Ausstellung
2014 jährt sich die Entdeckung der Fundstelle in Bonn-Oberkassel zum 100. Mal. Aus diesem Anlass ist im LVR-LandesMuseum Bonn eine Ausstellung zum späten Eiszeitalter geplant.