Das Rheinland und die Welt
Blick in den Raum Import – Export
Import – Export
Der Rhein war lange Zeit Handelsweg und Grenze zugleich. Wertvolle Einzelstücke wie der Fritzdorfer Goldbecher gelangten bereits im 2. Jahrtausend vor Christus selbst aus dem Mittelmeerraum ins Rheinland. Nach der Zeitenwende sorgten die Römer, indem sie ihre heimischen Waren und Lebensmittel in das Rheinland brachten, für eine Verbindung der dort ansässigen Bevölkerung mit der überlegenen südeuropäischen Kultur. Erleichtert wurde dies durch das nach und nach gebaute römische Straßennetz, das bis zum heutigen Tag manchen Straßenverlauf bestimmt.
Siegburger Steinzeug, Auswahl
Die einheimischen Handwerker lernten rasch die römischen Techniken, sei es die Herstellung von Glas und feinen Tonwaren oder die Bearbeitung von Gagat. Nach der Entdeckung von lokalen Tonvorkommen blühte seit dem Mittelalter das Töpferhandwerk. Siegburger Steinzeug wurde weltweit zu einem Exportschlager.
Blick in den Bereich Pilgerwesen, Kölner Dom. Foto: A. Schiblon, Pilgerin: © Wild Life Alt, Germany
Wallfahrer
Zu den wundermächtigen Wallfahrtsorten im Rheinland wie Aachen und Köln kamen die Menschen von weit her. Ein weithin sichtbares Zeugnis des kulturelle Austausches ist der Kölner Dom, der im gotischen, in Frankreich entwickelten Stil, errichtet wurde.
Die Landschaft
Die Entdeckung der „romantischen" Landschaft längs des Rheins ist den niederländischen und flämischen Malern, später auch englischen Künstlern zu verdanken. Ihre Rheinansichten waren bei Kunstsammlern sehr beliebt. Im 19. Jahrhundert, mit der aufkommenden Faszination für das Mittelalter, finden sich Rheinmotive auf Gefäßen aus Glas oder Porzellan wieder. Das Kaiserpanorama bietet dreidimensionale Ansichten vom Rhein: frühe kolorierte Photographien aus dem 19. Jahrhundert.
James Webb, Ehrenbreitstein
Peter Nettesheim, Die Gastarbeiterin und H. A. Schult, Auto (Ford Fiesta)
Carl Ferdinand Sohn: Die beiden Leonoren. Es handelt sich um die beiden weiblichen Hauptfiguren aus dem Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe Torquato Tasso.
Das LVR-LandesMuseum Bonn besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen von Gemälden der Düsseldorfer Malerschule. Religiöse Motive, Genrebilder, Landschaftsmalerei, Porträts: die technische Ausbildung der Schüler war weltweit berühmt. Einige der wichtigsten Maler waren Wilhelm von Schadow, Carl Ferdinand Sohn, Adolph Schroedter, Louis Ammy Blanc, Andreas und Oswald Achenbach und Johann Wilhelm Schirmer.
Ein Multimedia-Programm zum Thema „Geld und Handel" bietet vielfältige Informationen und lädt zum Spielen ein. Mehrere Filme erzählen von der Rheinschifffahrt, von der Mobilität der Menschen von der Antike bis heute, von der Frömmigkeit und den Handelswaren.