Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Macht und Mächte

Im Vordergrund steht die Skulptur eines römischen Legionärs mit Helm, großem Schild, Kettenheld, Brustpanzer, Schwert und Lanze. Dahinter die Skulptur eines Germanen, gekleidet mit einem knielangen Kittel aus Wolle, Hose und Mantel und bewaffnet mit einem Speer. Blick auf römischen Legionär und germanischen Krieger. Foto: A. Schiblon, © Wild Life Art, Germany Die fränkische Goldscheibenfibel ist nicht vollständig erhalten. Einige Glaseinlagen fehlen. In der Mitte befindet sich ein Kreuzzeichen; auch auf der Schmuckplatte lässt sich ein großes Kreuzzeichen erkennen. Fränkische Goldscheibenfibel mit Kreuzzeichen. Foto: A. Thünker DGPh Rechts das Foto von Joseph H. Darchinger: Breschnew und Brandt. Im Hintergrund das rekonstruierte Standbild des römischen Kaisers Caracalla. Blick in den Raum „Herrschen"

Erobern und Herrschen im Rheinland sind die beiden Aspekte dieses Themas.

Erobern: Römer im Rheinland

Der römischen Feldherr Caesar eroberte in den Jahren 58 – 51 vor Christus das ganze linksrheinische Gebiet. Der Sieger vernichtete weitgehend die einheimische keltische Kultur, brachte aber die hoch entwickelte römische Kultur mit. Der Versuch, das Römische Reich über den Rhein auszudehnen, scheiterte 9 nach Christus in der Varus-Schlacht bei Kalkriese. Das LVR-LandesMuseum Bonn besitzt den einzigen Grabstein für einen der dort gefallenen Römer, den Hauptmann Marcus Caelius.
Mehrere römische Legionen sicherten die Rheingrenze. Die Soldaten wurden auch eingesetzt, um strategisch wichtige Straßen zu bauen und für den römischen Staat Gebäude aus Stein zu errichten.

Franken im Rheinland

In der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts übernahmen die Franken, ein Zusammenschluss germanischer Stämme, die Macht. Sie behielten das Lateinische als Verwaltungssprache bei. Um 500 traten viele zum katholischen Glauben über. Ihre Könige erhoben den Anspruch, Nachfolger der weströmischen Kaiser zu sein.

Zeichen der Herrschaft: Porträts

Als erster Römer ließ Caesar sein Porträt auf die Vorderseite von Münzen prägen.

Ihm machten es alle Kaiser nach. Zudem waren reichsweit ihre Büsten und Statuen aufgestellt. So verdeutlichten sie ihren Herrschaftsanspruch. Heute sind Zeitungen, Fernsehen und Internet die Medien, durch die Politiker im Bild dauernd präsent sind.

Zeichen der Herrschaft: Wappen

Die Wappen dienten den Rittern seit dem Hochmittelalter zur Identifizierung im Kampf. Denn in ihren Rüstungen waren sie nicht mehr zu erkennen, Später war an den Wappenbildern die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Familie abzulesen. Das Wappen zeigte auch an, wer Herr auf einer Burg war. Auch auf von Adeligen und reichen Bürgern gestifteten Altarbildern, auf Grabmonumenten, Wappenscheiben, auf Glasgefäßen oder Steinzeug prangte stolz das Familienwappen. 

Das Paar auf den von Bartholomäus Bruyn dem Älteren auf Holz gemalten Rundbildern wird anhand der Wappen identifiziert als Peter und Alheid Imhoff, geborene Brauweiler. Sie sind in der Tracht vornehmer Bürger im Köln des 16. Jahrhunderts dargestellt. Die Frau trägt eine Haube mit Goldstickerei und Perlen, ein dunkles Gewand und eine lange Goldkette. In der rechten Hand hält sie eine Nelke. Der Mann trägt über einer Schaube aus rotem Stoff auf den Schultern einen Pelz.Bartholomäus Bruyn der Ältere: Porträts des Peter und der Alheid Imhoff, geborene Brauweiler, mit ihren Wappen. Das Paar auf den von Bartholomäus Bruyn dem Älteren auf Holz gemalten Rundbildern wird anhand der Wappen identifiziert als Peter und Alheid Imhoff, geborene Brauweiler. Sie sind in der Tracht vornehmer Bürger im Köln des 16. Jahrhunderts dargestellt. Die Frau trägt eine Haube mit Goldstickerei und Perlen, ein dunkles Gewand und eine lange Goldkette. In der rechten Hand hält sie eine Nelke. Der Mann trägt über einer Schaube aus rotem Stoff auf den Schultern einen Pelz. Das Paar auf den von Bartholomäus Bruyn dem Älteren auf Holz gemalten Rundbildern wird anhand der Wappen identifiziert als Peter und Alheid Imhoff, geborene Brauweiler. Sie sind in der Tracht vornehmer Bürger im Köln des 16. Jahrhunderts dargestellt. Die Frau trägt eine Haube mit Goldstickerei und Perlen, ein dunkles Gewand und eine lange Goldkette. In der rechten Hand hält sie eine Nelke. Der Mann trägt über einer Schaube aus rotem Stoff auf den Schultern einen Pelz. Das Paar auf den von Bartholomäus Bruyn dem Älteren auf Holz gemalten Rundbildern wird anhand der Wappen identifiziert als Peter und Alheid Imhoff, geborene Brauweiler. Sie sind in der Tracht vornehmer Bürger im Köln des 16. Jahrhunderts dargestellt. Die Frau trägt eine Haube mit Goldstickerei und Perlen, ein dunkles Gewand und eine lange Goldkette. In der rechten Hand hält sie eine Nelke. Der Mann trägt über einer Schaube aus rotem Stoff auf den Schultern einen Pelz.

Auf dem 1939 entstandenen Teppichentwurf von Werner Peiner König Heinrich I. in der Ungarnschlacht wird ein Kampfgetümmel dargestellt. Der Entwurf für einen großen Wandteppich von Werner Peiner zeigt, wie einige wenige Ritter in die Reihen der Ungarn eindringen, die sich daraufhin zur Flucht wenden. Heinrich trägt eine goldene Rüstung und einen roten Umhang. Die Ritter Heinrichs des Ersten sind links hinten durch die Standarte mit dem weißen so genannten Sachsenross kenntlich gemacht. Werner Peiner: König Heinrich I. in der Ungarnschlacht. Teppichentwurf, 1939

Zeichen der Herrschaft: Kunst

Kunst wurde zu einem wichtigem Mittel barocker Prachtentfaltung und zugleich ein sichtbares Zeichen fürstlicher Macht. Johann Wilhelm, der in Düsseldorf residierender Kurfürst von der Pfalz, kaufte Kunst für seine berühmte Düsseldorfer Gemäldegalerie (heute in München). Der Kölner Kurfürst Clemens August ließ in Brühl die Schlösser Augustusburg und Falkenlust bauen.

Das Foto zeigt die Ruine der im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Kölner Kirche Groß Sankt Martin  bei Vollmond. Foto von Hermann Claasen: Groß Sankt Martin, Köln


Nationalsozialistische Kunst

Die Nationalsozialisten missbrauchten die Kunst für ihre Ideologie. Andersdenkende wurden ausgegrenzt, sogar verfolgt. Deutsch, heroisch und siegessicher: solche Darstellungen gefielen den Nazis. Eine Ausbildungsstätte war die Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei in Kronenburg. Nichts hatten die gewählten Themen zu tun mit der brutalen Realität des Dritten Reiches. Die Herrschaft der Nationalsozialisten endete im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs.