Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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LVR-LandesMuseum Bonn

Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 0
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: info.landesmuseum-bonn@lvr.de

 

 

Öffnungszeiten 
Di.-Fr., So. 11.00 - 18.00 Uhr
Sa. 13.00 - 18.00 Uhr
Mo. geschlossen,

Gruppenführungen für Schulklassen ab 10:00 Uhr möglich


Eintritt:

Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei
bonnticket.de

 

Öffnungszeiten Bibliothek:

Mo. - Fr.: 8.00 - 16.00 Uhr


 

Überleben – Schöner Leben

Das Lebensbild des homo erectus von Gideon Karnath zeigt eine Gruppe nackter Hominiden –  zwei Männer, zwei Frauen, ein Kleinkind – in einer kargen Landschaft am Fluss. Sie lagern vor einem grünen Gehölz. Einer der Männer hat mit einem Speer mehrere Fische erlegt. Außerdem gibt es Wurzeln und Pilze.Gideon Karnath, Lebensbild des homo erectus.Die vier Elemente Feuer / Wasser / Erde / Luft bestimmen bis heute unser Leben. Wir haben gelernt,  uns -  soweit es irgend geht - vor ihren Gefahren zu schützen und sie uns zu Nutze zu machen.

Steinzeit und Metallzeiten

Schon die ältesten im Rheinland bekannten Menschen aus der Art „homo erectus" (der aufrecht gehende Mensch) wussten, wie man Steine bearbeitet, damit sie als Werkzeuge dienen konnten.

Bereits vor 300.000 Jahren erleichterten sie sich so die Arbeit des Schneidens und Anspitzens und damit auch die Jagd.


Im Vordergrund steht in einer großen Vitrine die Inszenierung eines kleinen Teils des aus Holz gebauten Brunnens von Kückhoven, entstanden zwischen 5.300 und 5.200 vor Christus. Im Hintergrund befinden sich Vitrinen mit römischen Objekten.Blick in den Raum mit dem inszenierten Brunnen von Kückhoven, um 5.300 bis 5.200 vor Christus. Foto: A. SchiblonDer Brunnen von Erkelenz–Kückhoven, der größte jungsteinzeitliche Holzbrunnen der Welt, diente den Menschen vor mehr als 7.300 Jahren zur bequemen Versorgung mit Wasser in der Nähe ihrer Siedlung.
Das sehr gut erhaltene Schwert stammt aus der mittleren Bronzezeit, 1575 – 1200 vor Christus. Es wurde aus der Niers bei Grefrah-Oedt geborgen.Bronzeschwert, Fundort: aus der Niers bei Grefrah-Oedt, mittlere Bronzezeit, 1575 – 1200 vor Christus.Seitdem bekannt war, wie Bronze und später Eisen hergestellt werden konnte, erweiterten sich die Möglichkeiten, kostbare Geräte, Schmuck und Waffen herzustellen.

Römische Kultur

Der römische Krater aus blauem Glas ist mit einer Höhe von 21 und einem Durchmesser von 30 Zentimetern außergewöhnlich groß. Ein kleiner Standring trägt den bauchigen Körper; der Hals hoch und zylindrisch. Oben endet der Krater in einer Art Krempe.Römischer Krater aus blauem Glas.Einen weiteren Höhepunkt erreichte die einheimische Handwerkskunst, nachdem  das Rheinland  von Caesar erobert worden war. Das Römische Reich stationierte dort mehrere Legionen. Als positive Folge der Eroberung hielt die überlegene Mittelmeerkultur Einzug. Neu und besonders wertvoll waren Glasgefäße.

Es handelt sich um fünf fränkische Bügelfibeln unterschiedlicher Größe. Zwei haben rechteckige Kopfplatten mit jeweils fünf knopfartigen Verzierungen. Zwei haben rechteckige Kopfplatten. Auf den Fußplatten ein dekoratives Kerbschnittdekor. Das Material ist Silber, vergoldet.Fränkische Bügelfibeln, Silber, vergoldet. Foto: Schafgans

Fränkische Sitten und Leben im frühen Mittelalter

Die Machtübernahme durch die Franken im 5. Jahrhundert nach Christus bedeutete keinen radikalen Bruch. Bereits seit dem 4./5. Jahrhundert  siedelten Franken im linksrheinischen Gebiet. Charakteristisch war ihre Sitte, die Toten in Reihengräbern zu bestatten. Die dort bei Ausgrabungen gefundenen, teilweise kostbaren Grabbeigaben sind für die Forscher eine wichtige Quelle. Sie spiegeln den sozialen Status der Verstorbenen wider.

Die Funde aus der Niederungsburg bei Haus Meer erzählen, wie die Menschen im Frühen Mittelalter auf einem kleinen Adelssitz lebten und arbeiteten.

 

Das Bildnis der Henriette Stumm von Louis Krevel zeigt die Dame in einem stoffreichen, schimmernden, bräunlichen Kleid mit weiten Puffärmel und einem weißen, stehenden Kragen in der Mode des Biedermeier. Im Hintergrund ein schwerer blauer Vorhang. Sie blickt den Betrachter direkt an. Links neben ihr auf einem Tisch ein Blumenstrauß.Krevel: Bildnis der Henriette Stumm.

Porträts

Von den Eigentümern der Objekte, die bisher gezeigt wurden, gab es zumeist keine bildlichen Darstellungen. Ab dem 16. Jahrhundert  sehen Porträts den Besucher direkt an. Teils stolz, auch abweisend, teils in der Familie präsentieren sie sich als unverwechselbare Individuen. Zugleich vermitteln sie ihren Lebensstil – herausgehoben aus der gesichtslosen Masse derer, die es sich nicht leisten konnten, schöner zu leben.